Lipödem, 24.07.2014

Das Lipödem ist eine Erkrankung die mit einer Fettgewebsvermehrung seitlich an den Hüften und am Gesäß beginnt und je nach Schweregrad nicht nur die Beine sondern auch die Arme betreffen kann.

Typischerweise ist diese Fettgewebsvermehrung verbunden mit Beschwerden an den betroffenen Extremitäten in Form von Spannungsgefühl, erhöhte Prallheit sowie Druck- und Berührungsempfindlichkeit. Das Lipödem tritt fast ausschließlich bei Frauen auf, vor allem nach der Pubertät, nach einer Schwangerschaft oder im Klimakterium.

Genetische Faktoren, hormonelle Veränderungen als auch Gewichtszunahme werden als mögliche Ursachen diskutiert. Die betroffenen Fettzellen sind dabei krankhaft verändert.

Das Lipödem ist nicht Ausdruck von Übergewicht – deshalb ist es nicht erfolgversprechend, den betroffenen Patientinnen eine Abmagerungskur zu empfehlen.

Schweregrade

  • Typ I: Fettgewebsvermehrung im Bereich von Gesäß und Hüfte (Reiterhosenphänomen)
  • Typ II: Das Lipödem reicht bis zu den Knien, Fettlappenbildungen im Bereich der Knieinnenseite
  • Typ III: Das Lipödem reicht von den Hüften bis zu den Knöcheln
  • Typ IV: Arme und Beine sind bis zu den Handgelenken / Knöcheln, also mit Ausnahme der Füße und Hände betroffen
  • Typ V: Lipolymphödem mit vermehrter Wassereinlagerung in Hand- und Fußrücken sowie Fingern und Zehen

Zusammenfassung

  • das Lipödem ist eine vermutlich angeborene Fettverteilungsstörung bei Frauen
  • charakteristisch ist der Druckschmerz in Armen und Beinen
  • keine Besserung der Beschwerden durch Diäten und Sport möglich
  • eine Therapie sollte sobald wie möglich eingeleitete werden um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern

Konservative Therapie

Entstauungsbehandlungen in Form von Lymphdrainagen, Gymnastik und Kompressionsstrümpfen die Ödeme aus den Beinen entfernen. Sehr effektiv wirken die eigens dafür entwickelte Lymphdrainagen nach Dr. Vodder.

Auf einen Blick:

  • Lymphdrainage
  • Tragen von spezieller Kompressionsbekleidung an Armen und Beinen
  • Zusätzliche Kuraufenthalte sind sinnvoll
  • Therapie ist lebenslang notwendig

Operative Therapie

Durch die Liposuktion (Fettabsaugung) ist eine ursächliche Behandlung möglich geworden. Durch Weiterentwicklung der Liposuctionstechnik wie Tumeszenz-Lokalanästhesie als auch Verwendung der Microvibrationskanüle wurde die Behandlung des Lipödems wesentlich verbessert. Durch Beseitigung des vermehrten Fettvolumens wird nicht nur das Aussehen wieder normalisiert, sondern es werden auch die dadurch entstehenden körperlichen und psychischen Beschwerden reduziert oder beseitigt. Es ist zwar dennoch meist zusätzlich eine Entstauungsbehandlung nötig, aber in deutlich eingeschränktem Maße. Auch beim Tragen von Kompressionsstrümpfen kann meist eine niedrigere Kompressionsklasse eingesetzt werden.

Auf einen Blick:

  • Reduktion des Lipödems durch Operation: Lipsocution
  • Nach der OP: intensive Kurtherapie mit Lymphdrainage empfehlenswert
  • Bandagierung/Kompression
  • Ziel: Schmerzfreiheit, Umfangsveränderung und in der Regel keine Lymphdrainage und Kompression langfristig mehr nötig.

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